Starkbierzeit in der Deutschen Eiche

02.03.2018 – 25.03.2018

Wenn an Aschermittwoch das närrische Treiben ein Ende nimmt, kehrt in der DEUTSCHEN EICHE noch lang keine Ruhe ein! Dann beginnt in München nämlich die fünfte Jahreszeit, die Starkbierzeit. Ganz im harmonischen Einklang mit dem Fastengrundsatz "Flüssiges bricht das Fasten nicht". Besonders gut schmeckt der würzig-süffige Triumphator von Löwenbräu, vor allem wenn man es mit Freunden genießt.

Beginn am Freitag, 02. bis Sonntag, 25. März 2018

Geschichte des Starkbieres

Nach dem Ende der Faschingszeit beginnt in Bayern die Zeit des Starkbieres, die anno dazumal die Fastenzeit erträglicher machen sollte. Deshalb musste ein Bier her, das stärker war als alle anderen, stark und kalorienreich genug, um die Zeit der Enthaltsamkeit überbrücken zu können. Für den Ursprung des Starkbiers gibt es verschiedene Quellen. Die gängigste Geschichte ist wohl die, dass das kräftige Bier während der Fastenzeit von Salvatormönchen gebraut wurde. Denn wenn schon gefastet werden muss, dann soll es zumindest nicht an flüssiger Nahrung fehlen.

Die Paulanermönche, die aus Italien nach München kamen, brauten bereits 1629 ihr erstes Starkbier nach dem Rezept des Maibocks, nur noch stärker (Doppelbock) und tauften es „Sankt Vater“. Später machte der Volksmund daraus den Namen „Salvator“. Um 1700 pilgerten die Münchner zum Bier trinken in das Kloster vor den Toren der Stadt, obwohl die Paulaner gar kein offizielles Braurecht besaßen. Bier durfte bis dahin nur an Personen ausgeschenkt werden, die zum Kloster gehörten. Erst der bayerische Kurfürst Karl Theodor lockerte 1780 die strengen Regeln zum Bierausschank, die von den findigen Mönchen eher locker gehandhabt wurden.

Heutzutage sind die Starkbierfeste in den Münchner Brauereiwirtshäusern legendär und weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Der Ausdruck "Derblecken" stammt aus der Zeit, als es noch Brauch der Wirte war, ihre Stammgäste persönlich mit derben Sprüchen zu begrüßen. Die "Opfer" mussten sich das mit Humor gefallen lassen, denn eine beleidigte Reaktion führte zu noch mehr Belustigung. Das Derblecken auf der Starkbierprobe am Nockherberg ist der Höhepunkt der Starkbiersaison: Luise Kinseher als Bavaria hielt am 25.2.2015 der anwesenden Polit-Prominenz eine geharnischte, aber humorvolle Predigt und Markus H. Rosenmüller inszenierte ein satirisches Singspiel.

Die Starkbierzeit endet spätestens Anfang April. Schon bald folgt die Maibock-Saison, mit der man standesgemäß den Frühling begrüßt.

Münchner Starkbiersorten

Vorsicht: Das Starkbier hat einen höheren Alkoholgehalt als herkömmliches Bier. Umso verantwortungsvoller sollte es konsumiert werden! Hier einige Hinweise der Polizei zur Starkbierzeit.

Salvator: 18,3% Stammwürze, 7,5% Alkohol. Kräftiger, typisch malziger Geschmack. Paulaner-Brauerei.

Triumphator: 18,2% Stammwürze, 7,6% Alkohol. Malziger, leicht süßlich-karamellartiger Geschmack. Löwenbräu/Spaten-Brauerei (auch in den Hofbräu-Häusern).

Maximator: 7,5% Alkohol. Süffiger, dunkler Doppelbock klösterlichen Ursprungs. Augustiner-Brauerei.

Gottfried Jakobs Blonder Bock: 19,7% Stammwürze, 8,2% Alkohol: „Das einzige blonde Frühjahrs-Starkbier“. Forschungsbrauerei Jakob, Perlach.

Animator: 19,3% Stammwürze, 8,1% Alkohol. Das Stärkste in München von Hacker-Pschorr.

Giesinger Sternhagel: Stammwürze unbekannt, 9,5% Alkohol. Giesinger Bräu.

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